Die „5 Soli“ – Grundpfeiler der Reforfamtion

Sola fide, Sola gratia, Solus Christus, Sola scriptura und Soli deo Gloria, das sind die Grundpfeiler reformatorischer Theologie. Die fünf Schlagworte „allein aus Glauben“, „allein durch Gnade“, „allein Jesus Christus“, „allein die Heilige Schrift“ und „alles zur Ehre Gottes“ fassen die Erkenntnisse Marin Luthers in aller Kürze zusammen. Was es für uns heute bedeutet, für Menschen, die nicht am Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit leben, sondern im 21. Jahrhundert, zeigt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau auf ihrer Website:

Sola fide – allein aus Glaube/Vertrauen

martin-dm/Istock

Ohne Vertrauen geht´s nicht. Positiv gewendet: Durch Vertrauen wird das Leben sicherer – ja getragener. Solches Vertrauen kann vielfältig sein – in den Partner, die eigenen Kinder, die gute Freundin. So gesehen ist es lebensnotwendig. Eine zentrale Einsicht des Reformators Martin Luthers war: Ich kann Gott vertrauen. Er schenkt sich mir und meinem Leben mit seiner Liebe. Er öffnet und weitet mein Herz; gegen Angst und Misstrauen, die mich bedrängen. Christen und Christinnen haben darum nicht nur die Erde, sondern auch den Himmel an ihrer Seite.

Sola gratia – allein aus Gnade

Robert Kirk/Istock

Bin ich mit mir gnädig? Oft genug nicht, diese Erfahrung teilen viele Menschen. Eigener Leistungsdruck und hohe Fremderwartungen machen die Sache nicht besser. Was aber, wenn Gott mit mir gnädig ist? Der Reformator Martin Luther hat erkannt: Gott verfährt gnädig mit mir. Er rechnet nicht auf. Er vergibt. Diese Erfahrung machen Menschen im Leben nicht oft.

Aber wie schön wäre das, wenn wir gnädiger miteinander wären! Gott macht den Anfang!

Solus Christus – allein Jesus Christus

Die Auswahl ist riesig! New Age, Esoterik, Seelenwellnessratgeber – der religiöse Markt boomt. Viele wählen gern selbst aus, was sie glauben wollen. Aber was, wenn es wirklich hart auf hart kommt? Wenn meine zurechtgelegten Ansichten nicht funktionieren? „Was hält dich wirklich im Leben?“ – so fragten sich sinngemäß schon die Reformatoren. Ihre Antwort war einfach: Jesus Christus. Denn nichts ist ihm fremd in diesem Leben – tiefstes Leid in seinem Kreuzestod, größte Höhe in seiner Auferstehung. Die Reformatoren spürten: Zwischen Kreuz und Auferstehung passt ein ganzes menschliches Leben in allen seinen Wetterlagen.

Sola scriptura – allein die Bibel

lvdesign77/Istock

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Bücher erzählen uns mehr von der Welt, über das Leben. Sie schenken, wenn es gut geht, eine neue Sicht auf die Dinge. Die Reformatoren erkannten: Die Bibel ist eine wahre Gebrauchsanweisung für´s Leben. Sie ist wie eine Brille, die Dinge noch einmal anders zu sehen, in einem anderen, ehrlichen  Licht: Nämlich aus Gottes Sicht, seiner Liebe. Die Bibel ist darum ein Impuls; sieh dich im Licht der Liebe Gottes. Klink dich ein, in die Geschichten der Menschen mit Gott. Und entdecke so Gottes Spur in deinem Leben. Aufregend, neu und wahr – keine bloße Meinung oder Stimmungsmache von Menschen. Und darum: allein die Bibel, wenn es um die Wahrheit im Leben geht.

 

Quelle:

http://gott-neu-entdecken.ekhn.de/infos-medien/kernthemen-der-reformation/die-vier-soli.html

 

 

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